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KLASSISCHER BALLETTUNTERRICHT |
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Jede Ballettstunde beginnt an der Stange und geht dann mit schwierigeren Schritten in der Mitte des Raumes weiter. Die Stange dient als Stütze für Übungen zum Aufwärmen der Muskeln und zur Vorbereitung auf spätere Schritte. An der Stange arbeitet man viel an Ausdrehung und gutem placement (Platzierung), dem richtigen Verhältnis der Körperteile zueinander - zum Beispiel Schultern zu Hüften. Die Lehrerin korrigiert Fehler, und du kannst dich im Spiegel kontrollieren. Übungen an der Stange werden erst mit dem einen Bein gemacht, dann dreht man sich um und nimmt das andere Bein, damit beide Körperseiten gleich stark werden. Die meisten Übungen gehen nach vorn, zur Seite, nach hinten und wieder zur Seite. Das nennt man en croix - kreuzförmig.
Nach der Stange wiederholt man einige der Übungen ohne Stütze, um Kraft, Geschmeidigkeit und Ausdauer zu fördern. Nach port de bras für graziöse Arme kommt adagio, langsame Bewegungen mit Spannung für Haltung und Gleichgewicht. Es folgen Pirouetten (Drehungen) und petit allegro mit batterie, kleinen, schnellen Sprüngen, bei denen die Füße zusammenschlagen. Zuletzt kommt grand allegro, Sprünge und Schritte in der Diagonalen, die sich schon richtig wie Tanz anfühlen.
Im Ballettunterricht sind die Übungen und Schritte von Woche zu Woche sehr ähnlich, vor allem vor einer Prüfung. Im professionellen Training gibt der Lehrer den Tänzern verschiedene Schrittfolgen, enchaînements, vor, um Geschicklichkeit und Gedächtnis zu testen. So werden sie auch auf die Arbeit mit verschiedenen Choreografen vorbereitet.
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Bis auf die Spitze...
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Kraft und Eignung entscheiden, wann man „auf Spitze geht", nicht das Alter. Die Lehrerin weiß, wann ihre Schülerinnen kräftig genug sind, um ihr Körpergewicht ohne Anstrengung auf die Zehenspitzen zu heben. Zu früh oder ohne Aufsicht auf Spitze zu gehen kann zu schmerzhaften Verletzungen führen.
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